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Agrarpolitik: Eine neue Phase beginnt

Die Reform der Agrarpolitik sowie die Pestizid-Initiativen sind gescheitert. Doch der Handlungsdruck ist so gross, dass bald schon neue Reformprojekte auf den Tisch kommen. Die Umweltverbände werden sich weiter mit Nachdruck für eine zukunftsfähige Landwirtschaft einsetzen.

Die Wissenschaft belegt seit Jahren: Die ökologischen Auswirkungen der Agrarpolitik sind dramatisch. Die Vielfalt an Vögeln und Insekten nimmt ab, die Wälder werden durch die Überdüngung geschwächt und Rückstände von Pestiziden finden sich im Wasser, im Boden, in der Luft und sogar in unseren Körpern. Zudem stehen 20–30% der Treibhausgas-Emissionen in Zusammenhang mit unserer Ernährung. Wir müssen handeln. Das sagt die Wissenschaft, das sagen die Umweltverbände, das sagen auch viele Bäuerinnen und Bauern.

Weshalb passiert nichts?

Doch weshalb wird so wenig getan, um diese drängenden Probleme zu lösen? Noch immer werden echte Reformen von einer mächtigen Agrarlobby im Keim erstickt: Mit Rückweisungen im Parlament, mit fragwürdigen Deals oder mit Einsprachen gegen konkrete Projekte. Aber warum tut sie das? Weil die Pestizidindustrie, die Düngerhändler und die Futtermittel-Importeure die grossen Verlierer wären.

Vor knapp einem Jahr wurde die Kampagne «Agrarlobby Stoppen» ins Leben gerufen. Um aufzuzeigen, wie schlimm es um die Natur steht, wer Verantwortung dafür trägt und wer nun Handeln muss. Mit einem Appell für eine zukunftsfähige Landwirtschaft wurden sämtliche Akteure in die Pflicht genommen: Die Politik, der Bauernverband, der Handel, die Bäuerinnen und Bauern wie auch die Konsument*innen.

Wie geht es weiter?

Nun kommt die Agrarpolitik in eine neue Phase. Der Bundesrat muss jetzt einen Bericht vorlegen, wie die Agrar- und Ernährungspolitik in Zukunft aussehen soll. Die Umweltverbände werden in diesem Prozess konstruktiv mitwirken. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft für unsere Kinder, für die Artenvielfalt, für unser Klima – dafür setzen wir uns weiter mit Nachdruck ein.

Bleibt mit uns an der Sache dran und folgt uns auf unseren Socialmedia-Kanälen, schaut vorbei auf den Websites und abonniert unsere Newsletter. Wir danken allen Mitstreiter:innen, den uns unterstützenden Bäuerinnen und Bauern sowie den weitern Personen im Vorder- und Hintergrund herzlich für das grosse Engagement!