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Titelbild des Artikel: Die Folgen der Überdüngung

Die Folgen der Überdüngung

Auf den ersten Blick sehen viele landwirtschaftliche Gebiete im Schweizer Mittelland lieblich aus: Satte grüne Wiesen und Weiden, schmucke Höfe und romantische Seen. Doch wenn man genauer hinschaut, entdeckt man ein System, welches aus dem Gleichgewicht geraten ist und unsere Lebensgrundlagen zerstört.

Nach den Niederlanden und Dänemark weist die Schweiz den grössten Tierbestand pro Hektare in Europa auf. So viele Tiere können wir mit Schweizer Futter gar nicht ernähren, deshalb importiert die Schweiz grosse Mengen an Futtermitteln aus dem Ausland. Ohne diese Importe könnten nur rund 40% der heutigen Schweine und gar nur 17% des Geflügels gehalten werden. Dass die Schweiz so viele Tiere hält, ist ein grosses Problem: Denn die hohen Tierbestände produzieren grosse Mengen an Gülle. Diese fliesst beim Ausbringen in die Gewässer, entweicht in die Luft und belastet dadurch die ganze Umwelt:

  • In Wäldern führen zu viel Nährstoffe zu einer Versauerung des Bodens. Bäume wurzeln dadurch flacher und werden instabil, bei Stürmen fallen sie dann rascher um.
  • In Seen wird das Algenwachstum angeheizt. Wenn diese absterben, entziehen sie dem Seewasser den Sauerstoff, dadurch können Fische nicht mehr laichen. Im Baldeggersee und in weiteren Mittellandseen ist dies so schlimm, dass diese künstlich belüftet werden müssen, damit am Seegrund überhaupt noch Leben möglich ist.
  • Im Grundwasser kann die Gülle zu hohen Nitratwerten führen, wodurch das Wasser nicht mehr für die Trinkwassergewinnung verwendet werden kann. Denn das Nitrat wird im menschlichen Körper zu Nitrit umgewandelt, welches krebserregend wirkt.
  • Moore und Wiesen leiden ebenfalls unter zu hohen Nährstoffeinträgen. Empfindliche Arten gehen ein, übrig bleiben verarmte, eintönige Ökosysteme, in welchen nur noch wenige Pflanzen dominieren.

Um unsere Lebensgrundlagen – sauberes Wasser, starke Wälder und eine hohe biologische Vielfalt – zu schützen, müssen wir die zu hohen Nährstoffeinträge dringend senken. Konkret heisst dies, weniger Tiere zu halten. Und entsprechend auch weniger tierische Produkte zu essen.

Stoppen wir die Agrarlobby!

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